Redaktionsstatut · Stand Mi., 26. August 2026
Wie wir arbeiten
Eine Wahlseite ist nur so viel wert wie das Verfahren dahinter. Deshalb steht es hier vollständig — einschließlich dessen, was wir nicht wissen.
Der Grundsatz
Diese Seite ist ein Nachschlagewerk mit Belegpflicht. Jede Aussage über eine Kandidatin oder einen Kandidaten trägt eine öffentlich nachprüfbare Quelle mit Datum. Wir sprechen keine Wahlempfehlung aus, veröffentlichen keine Prognosen und bewerten keine Position als besser oder schlechter.
Woher die Angaben stammen — und woher nicht
Alles auf dieser Seite ist online recherchiert. Grundlage sind ausschließlich öffentlich zugängliche Quellen: amtliche Bekanntmachungen, Ratsinformationssystem, Haushaltsunterlagen, Wahlprogramme, Kampagnenseiten, Wahlprüfsteine von Verbänden und Initiativen sowie Lokalberichterstattung. Alle sind im Quellenregister einzeln nachgewiesen.
Es besteht kein Kontakt zu den Kandidaturen. Bis zum Redaktionsstand Mi., 26. August 2026 wurde keine der acht Kandidaturen von uns angeschrieben oder befragt. Keine Angabe auf dieser Seite ist von der dargestellten Person autorisiert, gegengelesen oder auf Anfrage übermittelt worden — und keine Leerstelle ist die Folge einer unbeantworteten Anfrage.
Nach bestem Wissen und Gewissen, ohne Gewähr. Diese Seite entsteht mit größtmöglicher Sorgfalt, aber ehrenamtlich und ohne Redaktionsapparat. Eine Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben können wir nicht übernehmen. Quellen können veralten, Zitate können im Original anders gemeint sein, Zusammenfassungen können verkürzen. Verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Hansestadt Lüneburg und des Landkreises Lüneburg sowie die Eigenveröffentlichungen der Kandidaturen. Wer eine Entscheidung auf eine Angabe stützt, sollte sie an der verlinkten Originalquelle prüfen.
Wenn etwas falsch ist, sagen Sie es uns. Jeder Hinweis wird geprüft, Belegbares umgehend geändert und die Änderung im Änderungsprotokoll ausgewiesen. Das gilt besonders für die Kandidierenden selbst: Kontakt über das Impressum.
Gleichbehandlung
Alle acht zugelassenen Kandidaturen erscheinen mit derselben Feldstruktur, derselben Fläche und demselben Detailgrad — auch die von Die PARTEI, auch die ohne eigene Website. Die Reihenfolge folgt ausschließlich dem amtlichen Stimmzettel, nie der Aussicht auf Erfolg, der Größe einer Partei oder dem Amtsinhaberstatus.
Weil bislang niemand angeschrieben wurde, gilt die Gleichbehandlung derzeit für die Recherche: Für alle acht wird nach denselben Quellenarten gesucht, nach demselben Raster erfasst und dieselbe Leerstelle gesetzt, wo nichts auffindbar ist. Ein Unterschied im Belegstand bildet deshalb ab, wie viel eine Kandidatur öffentlich zugänglich gemacht hat — nicht, wie viel sie uns gegeben hat.
Ein für alle acht wortgleicher Fragebogen ist vorbereitet. Sollte er versandt werden, stehen hier der Versandtag, die für alle identische Frist und der Umgang mit Erinnerungen — vorher steht auf dieser Seite keine Angabe, die auf einer Anfrage beruht.
Die vier Belegtypen
An jeder Position steht, woher sie kommt. Diese Unterscheidung ist der Kern des Verfahrens: Eine von uns erschlossene Position darf niemals aussehen wie eine autorisierte Aussage, und eine fehlende Antwort niemals wie eine inhaltliche Position.
- Eigenaussage
- Wörtlich von der Person selbst: aus einem Interview, einer Veranstaltung oder einer eigenen Veröffentlichung. Mit Quelle und Datum.
- Programm
- Dem eigenen Wahlprogramm oder der eigenen Kampagnenseite entnommen und von uns zusammengefasst. Das Original ist verlinkt.
- Redaktionell erschlossen
- Aus öffentlicher Berichterstattung erschlossen und nicht von der Person autorisiert. Wir kennzeichnen das sichtbar, weil hier das Fehlerrisiko liegt.
- Leerstelle
- Uns liegt zu diesem Themenfeld keine belegbare Aussage vor. Das ist keine Aussage über die Person und keine Bewertung.
Instrumente und offene Punkte
Eine Position sagt, wohin jemand will. Sie sagt nicht, womit. Deshalb lässt sich jede belegte Position aufklappen und zeigt die genannten Instrumente als Stichpunkte — Erbbaurecht, Konzeptvergabe, Leerstandsregister, Taktverdichtung. Erst diese Ebene macht Programme zwischen den Kandidaturen vergleichbar, denn übereinstimmende Ziele können völlig verschiedene Werkzeuge bedeuten.
Die Instrumente stehen ausschließlich an Positionen, die selbst belegt sind. Eine Leerstelle bekommt keine — sonst wäre sie keine mehr.
Getrennt davon steht der Hinweis Offen in Gold. Er markiert, was an einer belegten Position ungeklärt bleibt: eine Zielzahl ohne Finanzierung, ein Vorhaben ohne Zeitschiene, eine Zuständigkeit, die nicht bei der Stadt liegt. Das ist eine Feststellung zur Quellenlage, keine Kritik an der Person — und es gilt für alle acht nach demselben Raster.
Wo wir aktuell stehen
Diese Zahlen aktualisieren sich automatisch mit dem Datenbestand. Sie sagen ehrlicher als jede Absichtserklärung, wie vollständig diese Seite gerade ist.
Fünf Quellenarten, fünf verschiedene Reichweiten
Hinter den vier Belegtypen liegt eine zweite Unterscheidung: Wofür taugt eine Quelle überhaupt? Eine Kampagnenseite ist die beste Quelle dafür, was jemand verspricht, und die schlechteste dafür, ob das Versprechen trägt. Deshalb ist das Quellenregister mit 94 Einträgen nicht alphabetisch sortiert, sondern nach Reichweite.
- A Amtlich
- Bekanntmachungen, Gesetze, Haushaltsplan, Ratsbeschlüsse. Höchster Vorrang bei strittigen Tatsachen.
- P Primärquelle
- Website, Programm oder Antwort der Person selbst. Belegt zuverlässig, was jemand sagt — nie, ob es zutrifft.
- V Verbandsquelle
- Standardisierte Wahlprüfsteine und Podien. Gut vergleichbar, aber nur so vollständig wie die Teilnahme.
- M Berichterstattung
- Lokale Medien. Unverzichtbar für Kontext, bei strittigen Punkten gegen Primärquellen geprüft.
- O Meinung
- Kommentare und wertende Fremdaussagen. Werden als Meinung wiedergegeben, nie als Beleg verwendet.
Wem eine Aussage gehört
Die häufigste Verwechslung in einem Wahlkampf ist nicht die falsche Zahl, sondern die falsche Zurechnung. Drei Regeln gelten deshalb ausnahmslos:
- Parteiprogramm ist nicht gleich persönliche Zusage. Wo nur die Partei festgelegt ist, heißt es „Das Programm fordert“ — nicht „Sie will“. Das betrifft besonders die Kandidaturen von SPD, Linken und Volt, deren Stadtprogramme sehr umfangreich sind.
- Ein Vorgänger spricht nicht für die Nachfolgerin. Die veröffentlichten Wohnungsantworten der SPD stammen von Oliver Wozniok, der seine Kandidatur am 18. Juni 2026 zurückzog. Sie sind Andrea Schröder-Ehlers nicht zuzurechnen, auch wenn sie unter demselben Parteinamen erschienen.
- Amtsbilanz ist nicht gleich persönliche Leistung. Bei der Amtsinhaberin trennen wir, was die Verwaltung vorbereitet, was der Rat beschlossen und was eine städtische Gesellschaft geleistet hat. Die Unterscheidung wirkt in beide Richtungen: Sie schwächt Erfolgszuschreibungen und entlastet bei Vorhaben, die an Mehrheiten gescheitert sind.
Eine vierte Regel gilt für Die PARTEI: Satire wird als Satire gekennzeichnet und niemals als Sachposition geführt — und ändert umgekehrt nichts daran, dass die Kandidatur amtlich zugelassen ist und dieselbe Fläche bekommt wie jede andere.
Was wir nicht wissen
Diese Liste ist die ehrlichste Seite des Projekts. Eine Lücke, die benannt ist, kann niemand versehentlich mit einer Vermutung füllen — auch wir nicht.
Wahlkampffinanzierung
Für keine der acht Kampagnen liegt eine geprüfte Endabrechnung vor. Was wir zeigen, sind freiwillige Selbstauskünfte aus einer Medienabfrage: zwei Kampagnen antworteten nicht, eine will erst nach der Wahl Auskunft geben. Offen bleiben Spenden, Sachleistungen, Agenturkosten und Leistungen verbundener Unternehmen.
Die Einzelantworten des Klima-Wahlchecks
Wir wissen, wer teilgenommen hat — nicht, wer welcher der 15 Thesen zugestimmt hat. Die Antworten liegen bislang nur im interaktiven Original vor. Solange sie nicht als strukturierter Datensatz vorliegen, ordnen wir keine einzelne These einer Person zu. Aus einer Zusammenfassung eine Thesenposition abzuleiten wäre erfunden, nicht recherchiert.
Die Wahlprüfsteine des Seniorenbeirats
Der Beirat hat Fragen zu Pflege, Wohnen, Gesundheit und Mobilität gestellt und verweist auf eingegangene Antworten. Der vollständige Datensatz war zum Redaktionsstand technisch nicht stabil abrufbar. Deshalb nennen wir hier niemanden als Nichtantwortende — das wäre eine Behauptung auf Basis einer technischen Lücke.
Das Abstimmungsverhalten im Rat
Mehrere Kandidierende haben eine Ratsvergangenheit: Soldan seit 2001, Meyer 2016 bis 2021, Pauly als früherer Ratsherr. Wer wie abgestimmt hat, ist die härteste Prüfung für jedes Versprechen — und im Ratsinformationssystem nur mühsam auszuwerten. Nicht jede Abstimmung ist namentlich; die Fraktionszugehörigkeit beweist kein individuelles Votum.
Das Gesamtprogramm von Patrick Pietruck
Ein vollständig abrufbares Programm mit Kosten und Zeitplan war im offenen Web nicht auffindbar; die Kampagnenwebsite war für automatisierte Abrufe zeitweise eingeschränkt. Das ist eine Zugangslücke, kein Beleg für fehlende Positionen — und der Grund, warum auf seiner Seite mehr Leerstellen stehen als bei anderen.
Vollständige Social-Media-Archive
Stories, gelöschte Beiträge und nicht indexierte Posts sind nicht dauerhaft belegbar. Eine Aussage, die nur 24 Stunden sichtbar war, können wir nicht als Quelle führen. Private Inhalte archivieren wir grundsätzlich nicht.
Kurzfristige Termine
Podien und Kandidatenvorstellungen werden in Lüneburg oft nur per Plakat, Newsletter oder in geschlossenen Kanälen angekündigt. Unser Kalender ist deshalb strukturell unvollständig. Wenn Sie von einem Termin wissen, der fehlt, nehmen wir ihn mit Quellenangabe auf.
Wie wir Behauptungen prüfen
Der Faktencheck mit 42 geprüften Aussagen folgt vier Regeln:
- Geprüft wird die Behauptung, nicht die Person. Auch Aussagen zugunsten einer Kandidatur werden geprüft — wer nur Angriffe prüft, prüft parteiisch.
- Jedes Urteil trägt seine Begründung mit sich. Ein „falsch“ ohne Erklärung wäre selbst nur eine Behauptung.
- Wo eine Aussage schief liegt, steht die korrekte Formulierung daneben. Kritik, die keine bessere Version anbietet, hilft niemandem.
- „Nicht belegt“ ist kein Schuldspruch und kein Freispruch. Es heißt, dass die verfügbaren Quellen die Aussage nicht tragen. Aus einem Schweigen leiten wir keine Haltung ab.
Was eine Leerstelle heißt — und was nicht
Eine Leerstelle heißt: In den öffentlich zugänglichen Quellen war zu diesem Feld nichts Belegbares auffindbar, Stand Mi., 26. August 2026. Sie heißt nicht, dass jemand eine Frage nicht beantwortet hätte — gefragt wurde bislang niemand. Sie wird nicht als „neutral" verbucht und nicht als null Prozent Übereinstimmung gerechnet. Beides würde das Ergebnis systematisch verfälschen.
Eine Leerstelle sagt außerdem nichts über die Person, sondern über die Quellenlage: Wer viel veröffentlicht, hat wenige; wer wenig veröffentlicht oder dessen Seite technisch nicht abrufbar war, hat viele. Die bekannten Zugangslücken stehen oben unter Was wir nicht wissen.
Warum hier keine Fotos stehen
Auf dieser Seite erscheint erst dann ein Porträtfoto, wenn uns die abgebildete Person die Nutzungsrechte schriftlich eingeräumt hat. Derzeit liegt für keine der acht Kandidaturen eine solche Freigabe vor; deshalb steht überall dieselbe neutrale Kachel mit den Initialen.
Der naheliegende Gedanke, ein Pressefoto von der Website der Kandidatin oder des Kandidaten zu übernehmen und dabei die Quelle zu nennen und zu verlinken, trägt rechtlich nicht. Es sind zwei getrennte Rechtsebenen:
- Das Urheberrecht des Fotografen. Es steht dem Fotografen zu, nicht der Partei und nicht der abgebildeten Person. Eine Quellenangabe ersetzt keine Nutzungsrechtseinräumung. Der Europäische Gerichtshof hat in der Entscheidung Renckhoff (C-161/17, „Cordoba", 2018) festgestellt, dass das Einstellen eines auch frei zugänglichen Fotos auf einer anderen Website eine eigene öffentliche Wiedergabe darstellt und die Zustimmung des Rechteinhabers erfordert.
- Das Recht am eigenen Bild nach §§ 22, 23 Kunsturhebergesetz. Kandidierende sind zwar Personen des Zeitgeschehens, was eine Veröffentlichung im redaktionellen Kontext erleichtert — aber das löst die erste Ebene nicht auf.
Deshalb steht für alle acht dieselbe neutrale Kachel. Angefragt wurde bislang kein Foto — die Kachel ist also kein Zeichen dafür, dass jemand eines verweigert hätte. Ein Porträt erscheint erst, wenn uns die abgebildete Person die Nutzungsrechte schriftlich einräumt; bis dahin ist die Platzhalterfläche zugleich das fairste Gleichbehandlungsmodell, weil niemand dadurch besser oder schlechter dasteht.
Quellen
Vorrang haben amtliche Quellen: die Bekanntmachungen der Hansestadt Lüneburg, das Ratsinformationssystem und das amtliche Ergebnispräsentationssystem. Danach kommen die Eigenveröffentlichungen der Kandidierenden, danach die Lokalberichterstattung.
Das vollständige Quellenregister mit allen 94 Ausgangsquellen ist öffentlich — nach Verlässlichkeit gruppiert und mit dem Hinweis, wofür jede Quelle taugt.
Ein Hinweis zur Transparenz: Die Landeszeitung ist die reichweitenstärkste Quelle in Lüneburg, für uns aber nur eingeschränkt nutzbar, weil sie hinter einer Bezahlschranke liegt. Wo wir uns auf Berichte stützen, die wir nicht im Volltext prüfen konnten, sagen wir das an der Stelle.
Fehler und Korrekturen
Wir werden Fehler machen — bei einer Seite, die vollständig aus fremden Veröffentlichungen zusammengetragen ist, ist das keine Koketterie, sondern eine Gewissheit. Wenn Sie einen finden, schreiben Sie uns: Wir korrigieren ihn und tragen ihn ins Änderungsprotokoll ein, mit Datum und Beschreibung. Korrekturen zu verstecken wäre der schnellste Weg, das Vertrauen zu verlieren, das diese Seite braucht.
Kandidierende, die ihre Darstellung für unzutreffend halten, erreichen uns über die Kontaktangaben im Impressum. Wir prüfen umgehend und korrigieren, wo die Kritik berechtigt ist.
Unabhängigkeit und Finanzierung
Bei einem privat betriebenen Wahlangebot ist das die wichtigste einzelne Vertrauensfrage — deshalb steht sie hier ausgeschrieben und nicht nur im Kleingedruckten. Diese Seite steht in keiner Verbindung zur Hansestadt Lüneburg, zum Landkreis Lüneburg, zu einer Partei, einer Wählergemeinschaft oder einer Kandidatin oder einem Kandidaten. Sie wird von keiner dieser Stellen beauftragt, finanziert oder inhaltlich beeinflusst.
- Betreiber: Jean Hinz, Lüneburg. Privat und namentlich, mit ladungsfähiger Anschrift im Impressum.
- Finanzierung: vollständig aus eigenen Mitteln. Keine Spenden, keine Sponsoren, keine Fördermittel, keine Einnahmen. Die laufenden Kosten beschränken sich auf Domain und Hosting.
- Parteibindung: keine. Keine Mitgliedschaft in einer Partei oder Wählergemeinschaft, kein politisches Amt, kein Mandat.
- Arbeitsaufwand: ehrenamtlich, in der Freizeit, ohne Vergütung durch Dritte.
Sollte sich an einem dieser Punkte etwas ändern, steht die Änderung hier und im Änderungsprotokoll, bevor sie wirksam wird.
Technik
Die Seite ist statisch: Es gibt keine Datenbank, keine Anmeldung und keine serverseitige Verarbeitung von Nutzereingaben. Ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung wird kein Cookie gesetzt und nichts an Dritte übertragen. Wer zustimmt, wird von Google Analytics gezählt — damit sichtbar wird, welche Inhalte gebraucht werden; wer ablehnt, sieht dieselbe Seite. Details unter Datenschutz.
Der Datenbestand wird beim Erzeugen der Seite maschinell geprüft: Fehlt bei einer Kandidatur eine Pflichtangabe oder eine Quelle, lässt sich die Seite gar nicht erst erzeugen. Das verhindert, dass ein unvollständiger Datensatz unbemerkt online geht.