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Themenfeld 06 von 10

Bildung & Soziales

Bildungspakt, Ganztag, Teilhabe: gemeinsame Ziele und die Frage nach Personal und Geld.

Programme zuletzt am 22.09.2026 ausgewertet. Programmforderungen sind keine vollzogenen Maßnahmen. Quellen und Prüfzeitpunkte stehen beim jeweiligen Sachstand. Ältere Hintergrunddossiers zu Ratsvorgängen und Kennzahlen stammen aus der Recherche vom 7. September.

Die beiden Positionen direkt nebeneinander →

Kennzahlen

41,5 Mio. € Schulinvestitionen und -instandhaltung 2025/26
11 städtische Grundschulen mit Ganztagsangebot ab Schuljahr 2026/27 Hansestadt Lüneburg, Ganztagsinformation
3,15 Mio. € Kita-Investitionen 2025/26
~500 wohnungslose Menschen in Lüneburg (Stand 2023)
40.000 € jährlich für Housing First im Haushalt eingestellt
5.789 Kinder und Jugendliche in Bürgergeld- oder Kinderzuschlag-Familien (Ende 2022)

Sachstand

Einordnung zur Stichwahl, Recherche 14.09.2026: Beide wollen den Bildungspakt fortsetzen und den Ganztag stärken. Unterschiede liegen bei den ergänzenden Instrumenten; entscheidend sind Prioritäten, Personal und Finanzierung.

Mit dem Schuljahr 2026/27 ist die Ganztagsbetreuung an allen elf städtischen Grundschulen gestartet. Die Hansestadt bezieht neben den Erstklässlern auch die Klassen zwei bis vier ein. Die aktuellen städtischen Informationen erläutern Anmeldung, Betreuungszeiten sowie Ferien- und Randzeitenangebote. Der Ausbau ist damit keine erst bevorstehende Einführung mehr.

Bei den Schulen laufen mehrere Großprojekte: 16 Millionen Euro für Sportfeld und Naturwissenschaftsgebäude des Gymnasiums Johanneum, ein Oberstufenzentrum in Holzbauweise an der IGS Kreideberg, eine Dachaufstockung an der Wilhelm-Raabe-Schule. Eine Gesamtsumme des Sanierungsstaus wurde bislang nicht veröffentlicht.

Der Rat beschloss am 12. Februar 2026 die Einrichtung eines Kontaktcafés in der Schießgrabenstraße. Die städtische Mitteilung vom Folgetag beschreibt noch Mietvertrag, Nutzungsänderung und Herrichtung als nächste Schritte. Eine tatsächlich erfolgte Eröffnung ist in den bis 7. September geprüften Quellen nicht belegt. Parallel besteht seit 1. Mai die befristete Alkoholverbotszone Am Sande.

Der Streitpunkt

Beide wollen den Bildungspakt fortsetzen und den Ganztag stärken. Unterschiede liegen bei den ergänzenden Instrumenten; entscheidend sind Prioritäten, Personal und Finanzierung.

Warum es dabei nicht nur eine richtige Antwort gibt

In diesem Feld stehen Ziele gegeneinander, die für sich genommen alle vernünftig sind. Wer eines stärker gewichtet, schwächt ein anderes — das ist kein Fehler, sondern die eigentliche politische Entscheidung.

  • Ganztagsanspruch verfügbare Räume und Personal
  • Schulbauinvestitionen laufende Folgekosten im Defizithaushalt
  • Ordnungsrechtliche Antworten soziale Hilfen im öffentlichen Raum
  • Inklusion im Regelsystem den Erhalt spezialisierter Förderschulangebote

Was die Kandidierenden sagen

Was die Chips bedeuten →
CK Claudia Kalisch Einzelwahlvorschlag Programm

Kalisch will den Bildungspakt fortführen und den Ganztag qualitativ ausbauen. Sie setzt auf gemeinsame Schulentwicklungsplanung mit dem Landkreis und zusätzliche Unterstützung für Teilhabe. Für soziale Teilhabe nennt sie integrierte Sozialplanung und eine alters- und demenzfreundliche Stadt.

Womit — konkrete Instrumente 4
  • Bildungspakt umsetzen und Bildungskonferenzen fortführen
  • Sprachmittlung und alternative Lernangebote ausbauen
  • Digitale Essensbestellung an allen Schulen ermöglichen
  • Gemeinsame Inklusionsstelle mit dem Landkreis, Gesundheitsplanung und Prävention von Wohnungslosigkeit

Offen Welche Maßnahmen kommen zuerst, wie werden sie finanziert und wie wird genügend Personal für den Ganztag gewonnen?

Quelle: Claudia Kalisch: Bildung ↗

Weitere Quelle: Claudia Kalisch: Soziale Teilhabe ↗

HM Heiko Meyer Die Unabhängigen Programm

Meyer will den Bildungspakt 2040 fortsetzen, den Ganztag stärken und digitale Ausstattung zugänglich machen. Er verbindet Bildungspolitik auch mit Unterstützung für junge Gründungen. Für ältere Menschen nennt er Wohnberatung und barrierefreie Angebote; Bürgercafés sollen in jedem Stadtteil entstehen.

Womit — konkrete Instrumente 4
  • Qualität im Ganztag und digitale Schulausstattung
  • Leihlaptops und Unterstützung von IGS und Volkshochschule
  • Gründerförderung mit vergünstigten Büroräumen für zwölf Monate und Mentoring
  • Kostenloses Schülerticket nur unter Finanzierungs- und Abstimmungsvorbehalt mit dem Landkreis

Offen Wie werden zusätzliche Angebote personell und finanziell getragen, und welche Priorität haben sie im Haushalt?

Quelle: Heiko Meyer: Bildung ↗

Weitere Quelle: Heiko Meyer: Soziales ↗

Weitere Quelle: Heiko Meyer: Stichwahlprogramm ↗

Diese Fragen sind offen

3 Fragen

Punkte, zu denen wir in diesem Feld von keiner oder nur wenigen Kandidaturen eine belastbare Antwort gefunden haben. Sie eignen sich als Fragen für Podien, Infostände und Direktkontakt.

Fragen anzeigen 3 Punkte
  1. Welche Maßnahmen werden zuerst umgesetzt und bis wann?
  2. Welche einmaligen und laufenden Kosten entstehen, und woher kommt das Geld?
  3. Welche Entscheidungen liegen beim Rat oder bei anderen Stellen?

Geprüfte Behauptungen zu diesem Feld

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