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Themenfeld 02 von 10

Verkehr & Mobilität

Radring, Stadtshuttle oder neue P&R-Anlagen: hier unterscheiden sich die Stichwahlprogramme deutlich.

Programme zuletzt am 22.09.2026 ausgewertet. Programmforderungen sind keine vollzogenen Maßnahmen. Quellen und Prüfzeitpunkte stehen beim jeweiligen Sachstand. Ältere Hintergrunddossiers zu Ratsvorgängen und Kennzahlen stammen aus der Recherche vom 7. September.

Die beiden Positionen direkt nebeneinander →

Kennzahlen

72 Parkplätze in der Ilmenaustraße, die laut Ratsbeschluss alle erhalten bleiben Ratsbeschluss 13.11.2025
7.317 gültige Unterschriften für den Radentscheid 2021
13 von 30 NUMP-Maßnahmen mit Fortschritt, Stand 31.01.2026
1,90 € Parkgebühr Zone 1 pro Stunde seit 2025 (vorher 1,40–1,60 €)
120 € Bewohnerparken pro Jahr seit 2025 (vorher 30,50 €)

Sachstand

Einordnung zur Stichwahl, Recherche 14.09.2026: Kalisch setzt auf Radring, bestehende Parkhäuser und Stadtshuttle. Meyer schlägt vier kostenlose P&R-Anlagen vor. Kosten, Busangebot und Flächenverfügbarkeit entscheiden über die Umsetzbarkeit.

Der Nachhaltige Urbane Mobilitätsplan (NUMP) wurde im November 2024 im Rat nicht beschlossen, sondern auf Basis eines gemeinsamen Änderungsantrags von SPD, CDU und FDP nur zur Kenntnis genommen. Der erste Evaluationsbericht vom 31.01.2026 weist von 30 Maßnahmensteckbriefen 13 mit Fortschritt aus, vier noch nicht begonnen und 13 erst ab 2026.

Der Radentscheid sammelte 2021 7.317 gültige Unterschriften; der Rat übernahm die Forderungen am 12.05.2022 mit großer Mehrheit, wodurch ein Bürgerentscheid entfiel. Im Herbst 2025 beantragte die CDU den Ausstieg aus dieser Vereinbarung, die SPD lehnte ab.

Am 13.11.2025 machte der Rat mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP die Ilmenaustraße zur unechten Fahrradstraße — mit der Auflage, alle 72 Parkplätze zu erhalten. Der städtische Verkehrsplaner nannte das die Quadratur des Kreises, weil die einschlägigen Regelwerke das nicht zulassen. Am 04.02.2026 stimmten SPD und CDU im Mobilitätsausschuss gegen die Einplanung von Mitteln im Haushalt 2027 für sichere Schulumfelder und Fußverkehr, mit der Begründung, der neue Rat solle entscheiden.

Förderangaben zum Radring haben unterschiedliche Bezugsgrößen: Kalisch nennt 1,7 Millionen Euro Förderung, 80 Prozent Förderquote und 3,2 Millionen Euro Baukosten. 1,7 geteilt durch 3,2 ergibt rund 53 Prozent. Ohne Aufschlüsselung der förderfähigen Kosten oder Bauabschnitte lässt sich die 80-Prozent-Angabe daraus nicht bestätigen; siehe Faktencheck.

Der Streitpunkt

Kalisch setzt auf Radring, bestehende Parkhäuser und Stadtshuttle. Meyer schlägt vier kostenlose P&R-Anlagen vor. Kosten, Busangebot und Flächenverfügbarkeit entscheiden über die Umsetzbarkeit.

Warum es dabei nicht nur eine richtige Antwort gibt

In diesem Feld stehen Ziele gegeneinander, die für sich genommen alle vernünftig sind. Wer eines stärker gewichtet, schwächt ein anderes — das ist kein Fehler, sondern die eigentliche politische Entscheidung.

  • Klimaschutz Erreichbarkeit mit dem Auto
  • Aufenthaltsqualität Parkraum in der Innenstadt
  • Radverkehrsausbau Flächenkonkurrenz und Lieferverkehr
  • ÖPNV-Ausbau die Finanzierbarkeit im Defizithaushalt
  • Kommunale Zuständigkeit die Entscheidungsmacht von Bahn, Land und Landkreis

Was die Kandidierenden sagen

Was die Chips bedeuten →
CK Claudia Kalisch Einzelwahlvorschlag Programm

Kalisch will den Radring fertigstellen und den nachhaltigen Mobilitätsplan umsetzen. Zusätzliche Park-and-Ride-Anlagen mit Shuttlebussen lehnt sie ab; sie verweist auf vorhandene Parkhäuser.

Womit — konkrete Instrumente 3
  • Radring und Radwegeverbindungen ausbauen
  • Ganzjährig verkehrenden Stadtshuttle einrichten
  • Öffentlichen Nahverkehr stärken

Offen Konkreter Fertigstellungstermin des Radrings sowie Kosten, Takt und Finanzierung des Stadtshuttles sind zu klären.

Quelle: Claudia Kalisch: Mobilität ↗
HM Heiko Meyer Die Unabhängigen Programm

Meyer schlägt vier kostenlose Park-and-Ride-Anlagen mit Busanbindung vor. Er will Innenstadt und Handel für verschiedene Verkehrsmittel erreichbar halten und Baustellen besser koordinieren.

Womit — konkrete Instrumente 3
  • P&R-Vorschläge: B4 Nord (Bardowick), B4 Süd (Melbeck), L216 West (Reppenstedt), B209 Ost (Dahlenburg)
  • Baustellenkoordinator und Abstimmung mit dem Landkreis
  • Verkehrsplanung für Fuß-, Rad-, Bus- und Autoverkehr

Offen Bau- und Betriebskosten, Flächenverfügbarkeit, Busangebot und Finanzierung der kostenlosen Nutzung sind nicht vollständig beziffert.

Quelle: Heiko Meyer: Verkehr & Umwelt ↗

Diese Fragen sind offen

3 Fragen

Punkte, zu denen wir in diesem Feld von keiner oder nur wenigen Kandidaturen eine belastbare Antwort gefunden haben. Sie eignen sich als Fragen für Podien, Infostände und Direktkontakt.

Fragen anzeigen 3 Punkte
  1. Welche Maßnahmen werden zuerst umgesetzt und bis wann?
  2. Welche einmaligen und laufenden Kosten entstehen, und woher kommt das Geld?
  3. Welche Entscheidungen liegen beim Rat oder bei anderen Stellen?

Geprüfte Behauptungen zu diesem Feld

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