Einordnung zur Stichwahl, Recherche 14.09.2026: Kalisch setzt auf Radring, bestehende Parkhäuser und Stadtshuttle. Meyer schlägt vier kostenlose P&R-Anlagen vor. Kosten, Busangebot und Flächenverfügbarkeit entscheiden über die Umsetzbarkeit.
Der Nachhaltige Urbane Mobilitätsplan (NUMP) wurde im November 2024 im Rat nicht beschlossen, sondern auf Basis eines gemeinsamen Änderungsantrags von SPD, CDU und FDP nur zur Kenntnis genommen. Der erste Evaluationsbericht vom 31.01.2026 weist von 30 Maßnahmensteckbriefen 13 mit Fortschritt aus, vier noch nicht begonnen und 13 erst ab 2026.
Der Radentscheid sammelte 2021 7.317 gültige Unterschriften; der Rat übernahm die Forderungen am 12.05.2022 mit großer Mehrheit, wodurch ein Bürgerentscheid entfiel. Im Herbst 2025 beantragte die CDU den Ausstieg aus dieser Vereinbarung, die SPD lehnte ab.
Am 13.11.2025 machte der Rat mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP die Ilmenaustraße zur unechten Fahrradstraße — mit der Auflage, alle 72 Parkplätze zu erhalten. Der städtische Verkehrsplaner nannte das die Quadratur des Kreises, weil die einschlägigen Regelwerke das nicht zulassen. Am 04.02.2026 stimmten SPD und CDU im Mobilitätsausschuss gegen die Einplanung von Mitteln im Haushalt 2027 für sichere Schulumfelder und Fußverkehr, mit der Begründung, der neue Rat solle entscheiden.
Förderangaben zum Radring haben unterschiedliche Bezugsgrößen: Kalisch nennt 1,7 Millionen Euro Förderung, 80 Prozent Förderquote und 3,2 Millionen Euro Baukosten. 1,7 geteilt durch 3,2 ergibt rund 53 Prozent. Ohne Aufschlüsselung der förderfähigen Kosten oder Bauabschnitte lässt sich die 80-Prozent-Angabe daraus nicht bestätigen; siehe Faktencheck.